| Leben & Wirken |
Die ältesten Nachrichten gehen bis in die erste Hälfte des I 5. Jahrhunderts zurück, das bedeutende Ansehen und der Reichtum des Geschlechts datiert aber erst seit dem Ende des genannten Jahrhunderts, nachdem Konrad Düppengiesser sich ums Jahr 1450 mit Daniel von der Kamen (Chamen) zur Errichtung einer Messingschmelzhütte verbunden hatte. Von seinen Söhnen erwarb Emond im Jahre 1475 das Haus „zum Bären" in der Eselsgasse und Mathis den .Olifanten• in der Aldegundisstrasse. Wiederholt standen Mitglieder der Familie als Bau- oder Werkmeister im Dienste ihrer Vaterstadt und fast jeder männliche Sprosse gehörte zum Rat. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts bekannten sich sämtliche Linien des damals stark verzweigten Geschlechts zum protestantischen Glauben und nach der Wiederherstellung des katholischen Stadtregiments verliessen sie mit Ausnahme des Ratssekretärs Mathias Düppengiesser, der abfiel, die Stadt und zogen nach Amsterdam, Hamburg und Nürnberg.
Konrad (Coyne) Duppeniesser im Schloss (Grosskölnstrasse neben der Minoritenkirche) steuerte 1438 während der Hungersnot in Aachen 10 Gulden zur Linderung der Not bei. Er besass ausser dem „Schloss" noch zwei daran anschliessende Häuser zum Markt hin, welche seine Söhne Konrad und Emond nach dem Tode der Mutter am 16. November 1486 erhielten. Er nahm am 7. März 1458 von Diederich von Eyse ein Haus am Königstor sowie 12 Morgen Land in Pfand. Nach einem undatierten, aber ums Jahr 1450 zu setzenden losen Blatt im Aachener Stadtarchiv, assoziierte er sich mit Daniel von der Kamen. Konrad Duppengiesser war am 15. Dezember 1459 tot, denn unter diesem Datum erwarb seine Witwe Katharine von Johann Beust eine Rente am Hause „Der Bongart" in der Grosskölnstrasse, sechs Tage später kaufte sie von Wilhelm Schommart das ganze Haus. Sie besass auch eine Rente am Hause „zur Prende" in der Kleinkölnstrasse. Sie starb 1486. [1] |