| Leben & Wirken |
Bertrada von Montfort (französisch Bertrade de Montfort; * um 1060; † Ende 1115 oder 1116 in der Abtei Hautes-Bruyères in Saint-Rémy-l’Honoré) war durch ihre Heirat mit Philipp I. in der Zeit von 1092 bis 1108 Königin von Frankreich. Ihre Ehe, die sowohl sie als auch ihren Mann zu Bigamisten machte, war die Ursache für zahlreiche Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen Frankreich und dem Heiligen Stuhl in Rom und stürzte das französische Königtum in eine tiefe Krise.
Familie
Betrada kam um das Jahr 1060 als Tochter des Grafen Simon I. von Montfort l’Amaury und seiner Frau Agnes von Évreux zur Welt.
1089 heiratete sie in erster Ehe Fulko IV., Graf von Anjou, genannt der Zänker, und wurde dessen fünfte Ehefrau. Aus dieser Verbindung stammte Fulko V. von Anjou, der spätere König von Jerusalem und Vater von Gottfried Plantagenet, wodurch Bertrada zu den Stammmüttern der Anjou-Plantagenet und damit des englischen Königshauses gehört.
1092 ging sie – obwohl seit drei Jahren mit Fulko IV. verheiratet – eine zweite Ehe mit dem französischen König Philipp I. ein. Aus dieser Verbindung entsprangen vier Kinder:
• Philipp (* 1093; † 1123), Graf von Mantes, ⚭ Elisabeth von Montlhéry
• Florus (französisch Fleury) (* 1095, Juli 1119 bezeugt, † wohl 1119 in der Normandie), ⚭ um 1110 NN, Dame de Nangis
• Cäcilia (französisch Cécile) (* 1097; † 1175)
• Eustachie († 1143) [3] |