| Leben & Wirken |
Amadeus IV. von Savoyen (* zwischen 1195 und 1197 in Montmélian; † 13. Juli 1253 ebenda) war ein Graf von Savoyen. Im Vergleich zu seinen jüngeren Brüdern, die als Geistliche, Militärs oder Magnaten nicht nur im Alpenraum, sondern in England, den Niederlanden und Italien Karriere machten, verfolgte er seine Ziele vor allem im Stammland der Familie. Es gelangen ihm zwar keine spektakulären Erfolge, doch seine Arbeit ermöglichte erst die Aktionen und Erfolge seiner Brüder.
Amadeus entstammte dem Haus Savoyen. Er war wahrscheinlich der älteste Sohn von Graf Thomas I. von Savoyen und dessen Frau Margarete von Genf und wurde der Überlieferung nach in Montmélian geboren.Er hatte noch mindestens sieben jüngere Brüder sowie zwei Schwestern. Ab 1213 bezeugte er regelmäßig Urkunden seines Vaters und begleitete diesen bei dessen Unternehmungen im Westalpenraum. Bereits 1213 wollte sein Vater ihn mit Agnes, einer Enkelin von Markgraf Manfred II. von Saluzzo verloben. Die Verhandlungen scheiterten aber, und stattdessen herrschte 1215 zwischen Savoyen und Saluzzo eine erbitterte Fehde. 1217 oder 1218 heiratete Amadeus Margarete d’Albon (auch Anna), eine Tochter von Beatrix d’Albon und Herzog Hugo III. von Burgund. Als Schwester von Guigues VI., dem Dauphin des Viennois, erhielt sie als Mitgift Besitzungen im Viennois. Dazu war Margarete alleinige Erbin ihres Bruders, solange dieser kinderlos war. Guigues VI. bekam später aber noch Kinder, so dass sich das Erbe zerschlug.
1222 nahm Amadeus an einem Feldzug seines Vaters im Piemont teil. Als sein Vater 1227 als Reichsvikar einen Konflikt mit Genua führte, sollte Amadeus die Stadt Savona verteidigen. Er musste sich aber vor einem überlegenen genuesischen Heer zurückziehen. [2] |