| Leben & Wirken |
Am 28 Jul 1870 trat Friedrich Ludwig Lübker als Freiwilliger in das Ersatzbataillon des Herzogl. Braunschw. Infanterie-Regiments Nº 92 ein. Im Oktober desselben Jahres wurde er zur Küstenbesetzung nach Bremen und Delmenhorst kommandiert, von wo er im Dezember 1870 wieder zum Regiment zurückkehrte. Im Januar 1871 nahm er teil an den Kämpfen bei La Chatre zur le Loire und Le Mans. Am 7 September 1872 wurde er entlassen, ausgezeichnet mit der Kriegsgedenkmünze 1870/71, der Kaiser-Wilhelm-Jubiläumsmedaille und der Landwehrdienstauszeichnung. In Mörchingen in Lothringen war Friedrich Ludwig Lübker Mitgründer und Vorsitzender des Kriegervereins. Nach dem Einzug der Franzosen im Jahre 1918 wurde der Verein aufgelöst, die Vereinsfahne beschlagnahmt und Lübker mit fünf anderen Personen aus Mörchingen ausgewiesen. Sein ganzen Vermögen wurde von den Franzosen liquidiert, so daß der 71jährige sich nach einem neuen Broterwerb umsehen mußte. Seit 1927 wohnte er in Vicht bei seinem Schwiegersohn und war seit 1930 Ehrenvorsitzender des dortigen Kriegervereins.
Aus der Ehe Lübker-Staub gingen fünf Kinder hervor von denen 1933 nur noch eine Tochter lebte. [1] |